Feldberger Seenlandschaft
Carwitzer See
Kurzportrait
Lage: Mecklenburgische Seenplatte, Feldberger Seenlandschaft
Größe: 720 ha
max. Tiefe: 42 m
Hauptfischarten: Aal, Hecht, Barsch, Kaulbarsch, Quappe, Kleine Maräne, Karpfen, Schlei sowie diverse Weißfischarten
Fischer: Fischereimeister Krüger, Carwitz
Besonderheit: facettenreicher See mit sehr klarem Wasser
Unterkunft: Urlaub Feldberger Seenlandschaft
Beschreibung
Der 7,2 qkm große Carwitzer See ist der größte der Feldberger Seen. Er gehört zu den so genannten Unteren Seen südlich von Feldberg an der namensgebenden Ortschaft Carwitz. Der Ort, der von insgesamt drei Seen umgeben ist, wurde vor allem durch den Schriftsteller Hans Fallada bekannt, der hier von 1933 bis 1947 lebte und heute hier begraben ist. Am Südufer entlang verläuft die Landesgrenze zu Brandenburg.
Der Carwitzer See ist stark gegliedert, sodass er durch die vielen Inseln, Halbinseln und Buchten fast in mehrere Bestandteile zerfällt. So gibt es einen zentralen, breiten Hauptteil, der durch mehrere Inseln und durch eine große Halbinsel bei Carwitz gekennzeichnet ist. Mit durchschnittlich 12 m Wassertiefe, ist der Bereich relativ flach. Mit maximal 42 m ist dagegen der nördliche Seeteil wesentlich tiefer. Dieser wird auch „Zansen“ genant und ist durch seine schmale, lang gestreckte Gestalt dem 1 km westlich gelegenen, parallel laufenden Schmalen Luzin sehr ähnlich. An der nördlichsten Spitze gibt es den direkten Zufluss zum Wootzensee bei Fürstenhagen. Im Süden trennt die bewaldete Halbinsel Conower Werder einen weiteren Seeteil vom Hauptsee. Die so genante „Südtiefe“ ist mit ca. 12 m wieder relativ flach. In der „Fallada- und Fischereibucht“ bei Carwitz bestehen die direkten Verbindungen zu den Nachbarseen Schmaler Luzin und Dreetzsee.
Die Wasserqualität ist wie bei den Nachbarseen beispielhaft. Durch die Nährstoffarmut ist der See extrem klar, was vor allem für Wassersportler und Taucher interessant ist. Entsprechend empfiehlt sich die Vor- und Nachsaison für einen Angelurlaub, wenn der See nicht mehr so stark frequentiert ist.
Die nördlich gelegenen Ufer beim Zansen sind sehr steil und bewaldet, sodass das Landangeln hier weitestgehend nicht Frage kommt. Bei den südlichen Ufern ist dies nicht der Fall. Hier ist eher flach. Alles im Allen ist auch im Carwitzer See das Angeln vom Boot zu empfehlen. Zu beachten gilt, dass das Befahren mit Motorbooten nicht gestattet ist. Ruderboote können an vielen Ausleihstationen geliehen werden, sofern dies überhaupt notwendig ist, da viele Gastgeber vor Ort Boote inklusive zur Verfügung stellen.
Bewirtschaftet wird der See vom Carwitzer Fischereimeister Krüger (Tel. 039831 / 21154). Hier, sowie bei vielen Ausleihstationen kann man die Angelberechtigung erwerben.
Befragungen in der Vergangenheit haben ergeben, dass im See 23 Fischarten vorkommen, wobei neben den üblichen Weißfischen die Raubfischarten wie Hecht und Barsch am häufigsten vertreten sind. Auch der Schlei- und Karpfenbestand soll recht ordentlich sein. Erneut möchte ich darauf hinweisen, dass sich die Fische bei abnehmender Wassertemperatur in sehr tiefe Bereiche zurückziehen. Wenn man bedenkt, dass es Zansen bis zu 42 m tief ist, macht ein Echolot auf jedem Fall Sinn. Beim Raubfischangeln sollte auf Köderfisch (lebende Köder sind verboten), Wobbler oder Gummifisch zurückgegriffen werden, wobei auch weitere Kunstköder ausprobiert werden können. Schleie und Karpfen müssen zwingend vorher angefüttert werden.
Karte Carwitzer See